Der DIR-895L von D-Link ist auf dem 2,4- und 5-Gigahertz-Band flott unterwegs und kann mit der Bereitstellung von zwei separaten 5-Gigahertz-Netzwerken punkten. Er besitzt viele WLAN-Funktionen, aber kein eigenes Modem ? und somit auch keine Telefonanschlüsse. Eine funktionierende Kindersicherung fehlt.

Pro

  • Hohes Tempo
  • Drei separate Netzwerke
  • Einfache Bedienung
  • Multi-User MIMO
  • Bandsteering

Kontra

  • Kein eingebautes Modem, keine Telefonanschlüsse
  • Funktionierende Kindersicherung fehlt
  • Magere Bedienungsanleitung

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gut

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Alien-Alarm: Mit seinen nach oben stehenden Antennen und der ungewöhnlichen Form wirkt der DIR-895L von D-Link wie das Mutterschiff einer Insektenrasse von einem anderen Stern. Was Tempo und WLAN-Technik angeht, ist der Router auf dem Papier außerirdisch gut ausgestattet: Der rote Flitzer besitzt die Tempoklasse 5,3 Gigabit pro Sekunde, an Bord befinden sich die Fahrgäste Multi-User MIMO, Bandsteering und Beamforming. COMPUTER BILD hat dem Funker auf den Zahn gefühlt.

50 Geräte

Grundausstattung zur Heimvernetzung von AVM

WLAN-Router ohne Modem

Anders als zum Beispiel beim TP-Link Archer VR2800v ist im DIR-895L von D-Link kein Modem eingebaut. Daher fehlt es dem Router auch an Telefon- und ISDN-Anschlüssen. Ein externes Modem lässt sich stattdessen an der Rückseite anschließen. Dort befinden sich auch zwei USB-Ports (1x USB 3.0 und 1x USB 2.0), vier LAN-Anschlüsse mit Gigabit-Geschwindigkeit, die Taste für die Verschlüsselung per WPS sowie ein Schalter für den einfachen Wechsel von Router- und Repeater-Funktion. Statusinformationen, beispielsweise zu aktiven Netzwerkverbindungen, lesen Nutzer von der vertikalen Leiste auf der Oberseite ab.

D-Link DIR-895L © COMPUTER BILD

Die Rückseite bietet viele Anschlüsse ? nur nicht für das Telefon oder ISDN-Anlagen.

Drei separate Netzwerke möglich

Der D-Link DIR-895L beherrscht die Modulationstechnik NitroQAM, durch die sich das Tempo um bis zu 25 Prozent erhöhen soll. Alle Bänder zusammenaddiert kommt der Router auf theoretische 5.334 Megabit pro Sekunde (Mbps). Die setzen sich zusammen aus 1.000 Mbps auf dem 2,4-Gigahertz-Band, 2.167 Mbps auf dem 5-Gigahertz-Band sowie weiteren 2.167 Mbps ? denn der Funker kann zwei separate 5-Gigahertz-Netzwerke aufbauen. Ebenso hilfreich, wenn viele Endgeräte gleichzeitig WLAN brauchen: Der DIR-895L schickt an bis zu drei geeignete Geräte parallel Daten (Multi-User MIMO). Dank Beamforming kommen die Daten außerdem zielgerichtet an, denn der Router erkennt, wo sich das Endgerät befindet. Auch toll: Er beherrscht Bandsteering (bei D-Link heißt das ?Smart Connect?) und weist passenden Endgeräten automatisch das 5-Gigahertz-Band zu. Entsprechend gibt der Router standardmäßig nur einen Funknetzwerknamen (SSID) aus. Zuletzt interessant ist die ?Airtime Fairness?: Wenn langsamere Geräte das Netzwerk betreten, soll der Funker die Datenübertragung anpassen, damit schnellere Geräte nicht ausgebremst werden. Der DIR-895L verwendet übrigens keine Radarerkennung ? somit fehlen die höheren 5-Gigahertz-Kanäle über Kanal 48.

Was zeigt die erste Tempo-Messung?

Eine Messung der WLAN-Geschwindigkeit im gleichen Raum zeigte, was der D-Link DIR-895L leisten kann. Im n-Standard auf dem 2,4-Gigahertz-Band sendete er mit 151 Megabit pro Sekunde (Mbps) und empfing mit 154 Mbps. Im Versand ist der Router damit deutlich schneller als die AVM-Modelle FritzBox 7580 und FritzBox 7490. Im ac-Standard auf dem 5-Gigahertz-Band lag das durchschnittliche Empfangstempo bei 809 Mbps, das Versandtempo hingegen bei 727 Mbps ? womit die FritzBox 7580 wiederum ein wenig flotter unterwegs ist.

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Gute Bedienung, sinnfreie Kindersicherung

Dem D-Link DIR-895L liegt keine umfangreiche Bedienungsanleitung bei ? nur eine spartanische Schnellanleitung ohne erklärende Texte. Wer die richtigen Kabel in die passenden Anschlüsse steckt, wird beim ersten Ansteuern des Menüs per Browser aber mit einer schnellen und einfachen Einrichtung per Assistent belohnt. Im übersichtlichen Menü können Nutzer mit wenigen Handgriffen Gastnetzwerke einrichten und Daten nach Gerät oder Anwendung priorisieren. Dafür gibt es keine funktionierende Kindersicherung: Der ?Kinderschutz? sperrt einfach den kompletten Zugriff auf das Internet für einen Nutzer. Da können Eltern auch gleich das WLAN-Passwort geheim halten. Alternativ können Nutzer auf eine manuelle Sperre zurückgreifen. Internetseiten lassen sich dann per Black- und Whitelist sperren beziehungsweise freigeben ? das geht aber nur bei jeweils 24 Domains pro Liste. Für erfahrene Nutzer interessant: Der Router lässt sich mit der Open-Source-Firmware DD-WRT modifizieren. Dann erlischt allerdings die Garantie für das Gerät.

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