Anfangs nannte Mark Zuckerberg den angeblichen Einfluss von Facebook auf Wahlen und politische Ansichten ?eine ziemlich verrückte Idee?. Inzwischen scheint das Unternehmen die Lage etwas anders zu betrachten, geht Facebook mittlerweile doch selbst aktiv wie passiv gegen absichtlich verbreitete Falschmeldungen vor. Nun geraten auch Verbreiter von ?Fake News? ins Visier der “Löschabteilung”.

Facebook macht ab sofort kurzen Prozess mit den Leuten, die Falschmeldungen über das soziale Netzwerk verbreiten. Alleine in Frankreich hat das Unternehmen 30.000 Accounts gelöscht, heißt es in einem White Paper. Darin geht der Konzern auch näher auf politische Einflussnahme ein. Demnach habe Facebook festgestellt, dass sowohl im Rahmen der Wahlen in den USA als auch derzeit in Frankreich Organisationen das soziale Netzwerk nutzen würden, um das Meinungsbild in eine bestimmte Richtung zu lenken und dadurch eigene geopolitische Ziele zu unterstützen.

“Sicherheitsfokus musste ausgeweitet werden”

Die offensichtliche Problematik bei der Differenzierung zwischen freier Diskussion und gelenkter Debatte scheint Facebook dabei bewusst zu sein, heißt es im White Paper doch, dass man ?den Sicherheitsfokus ausweiten musste?. Bislang habe man sich ausschließlich auf Hacking, Malware, Spam und Betrug konzentriert, während nun auch ?subtilere und heimtückische Formen des Missbrauchs, inklusive Versuche der Manipulation des öffentlichen Austausches und Täuschung von Menschen? angegangen werden.

Im White Paper fasst Facebook die Kernproblematik in drei Unterpunkten zusammen: gezielte Datensammlung, Inhaltserstellung und verfälschte Gewichtung. Organisationen, die Einfluss zu nehmen versuchen, würden auf Basis von aggregierten Daten, die teilweise auf illegalem Weg erbeutet wurden, gezielt Geschichten verbreiten und die geteilten und geposteten Beiträge über ?Fake Accounts? unterstützen. Gleichzeitig würden kritische Stimmen unterdrückt werden, so Facebook. Auch hier nutzt das Unternehmen Machine Learning, um Muster zu identifizieren, die es ihm erlauben, wirkungsvoll gegen Einflussnahme Dritter vorzugehen./nf

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Bild-Quellen: Rémi Noyon / Global Panorama

News Redaktion am Freitag, 28.04.2017 19:45 Uhr

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